Schneelast und Windlast: Was Ihr Terrassendach tragen muss

Die Lastwerte für Leverkusen auf einen Blick, dazu die Abweichungen im Bergischen Umland.

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Terrassenüberdachung Schneelast & Windlast Leverkusen ✓ Zonen, Statik & Verankerung | Was ein Terrassendach tragen muss – Schneelastzone 1 und Windzone 1 zwischen Rheinaue, Schlebusch und Bergischem Land

Redaktion Terrassenüberdachung Leverkusen · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 18.10.2026

Im Stadtgebiet von Leverkusen gilt Schneelastzone 1 (0,65 kN/m²) und Windzone 1. Das sind die niedrigsten Kategorien. Trotzdem rechnet jede seriöse Planung beide Lasten durch, denn Pfostenfüße, Wandanschluss und Glasdicke hängen davon ab. Außerhalb der Stadt kann das anders aussehen.

Lastwerte für Ihr Grundstück prüfen lassen

Wir nennen Ihnen Zone, Auslegung und passende Profile für Ihre Adresse.

Wer ein Dach über die Terrasse stellt, denkt zuerst an Regen und Sonne. Was im Januar auf den Profilen liegt und was im Herbststurm an ihnen zieht, wird erst bei der Statik sichtbar. Dieser Ratgeber erklärt die Werte, die für Alu-Terrassendächer in Leverkusen maßgeblich sind.

Fertig montiertes Terrassendach mit Verankerung an der Hauswand in Leverkusen

Pfostenfüße und Wandanschluss tragen die Lasten in Haus und Boden ab.

Schneelast und Windlast in Leverkusen: die Zonen

Deutschland ist für Schnee und Wind in Zonen eingeteilt. In Nordrhein-Westfalen ordnet das Land jede Gemeinde zu. Für unsere Stadt lesen sich die Zuordnungen so:

LastZoneWertQuelle
SchneeZone 1sk = 0,65 kN/m²Anhang C NRW
WindZone 1vb,0 = 22,5 m/s, qb = 0,32 kN/m²Anhang B NRW

Die Tabellen führt das Land auf recht.nrw.de (Stand der Abfrage 18.10.2026). Die Werte gehen auf DIN EN 1991-1-3 für Schnee und DIN EN 1991-1-4 für Wind zurück.

Schneelast bei Terrassenüberdachungen im Rheinland

Das Stadtgebiet reicht von 35,1 m am Hitdorfer Hafen bis 198,7 m an der Grenze zu Burscheid. Für diese gesamte Spanne setzt die Zuordnung denselben Mindestwert an. Im langjährigen Mittel liegen hier rund 786 mm Niederschlag pro Jahr, Schnee fällt am Rand der Kölner Bucht vergleichsweise selten (Quelle: DWD-Reihe 2015 bis 2020).

Selten heißt nicht nie. Nasser Schnee auf einem flach geneigten Dach wiegt schwer, und eine Eisschicht staut Wasser vor der Rinne. Die Planung rechnet deshalb mit dem Normwert und nicht mit dem Wetter der letzten Winter.

Kurz gemerkt: 0,65 kN/m² entsprechen rechnerisch etwa 65 kg Last pro Quadratmeter Dachfläche. Bei einem Dach von 12 m² trägt die Konstruktion also gut 780 kg Schnee, bevor sie an die Bemessungsgrenze kommt.

Windlast und Verankerung am Terrassendach

Ein Dach mit offenen Seiten fängt Böen von unten und von der Seite. Zug entsteht an den Pfostenfüßen, Druck an der Hauswand. Wir legen deshalb Dübelbild, Plattenstärke und Fundamentart nach Untergrund aus, bei Bedarf mit Statikprüfung.

  • Wandanschluss: Wandprofil und Anker müssen zum Mauerwerk passen, bei Fachwerk und Altbauten besonders sorgfältig.
  • Pfostenfüße: Punkt- oder Schraubfundament, bemessen auf Zug, nicht nur auf Druck.
  • Seitenwände: Geschlossene Flächen erhöhen die Angriffsfläche; beim Nachrüsten wird neu gerechnet.

Schneelast und Windlast im Umkreis von Leverkusen

Wer wenige Kilometer weiter wohnt, hat nicht automatisch dieselben Werte. Die Höhenlage im Bergischen schlägt sich in der Zuordnung nieder.

OrtSchneelastzoneWindzone
Leichlingen, Burscheid, Odenthal11
Langenfeld, Monheim, Hilden, Solingen11
Kürten, Overath, Wermelskirchen2 (0,85 kN/m² bis 285 m)1
Remscheid, Lindlar, Radevormwald21
Wipperfürth2a (Faktor 1,25)1
Dormagen12 (25,0 m/s)
Höhenorte: wie sich die Zone-2-Werte steigern

Rechnung oberhalb von 285 Metern

Liegt ein Ort in Zone 2 und höher als 285 m, steigt der Wert nach der Formel sk = 0,25 + 1,91 · ((A + 140) / 760)². Für Wermelskirchen auf 345 m ergibt das rund 1,03 kN/m², für Remscheid auf 365 m etwa 1,09 kN/m² (Quelle: DIN EN 1991-1-3/NA, eigene Berechnung).

Das ist deutlich mehr als die 0,65 kN/m² in unserer Stadt. Ein Systemdach, das hier problemlos genügt, kann dort zu schwach sein. Deshalb übernehmen wir Zonenwerte nie von einer Nachbarstadt.

Terrassenüberdachung Statik: Was die Auslegung bestimmt

Neben Zone und Höhe bestimmen Spannweite, Sparrenabstand und Eindeckung das Ergebnis. Ein Glasdach wiegt mehr als Stegplatten, denn über Kopf ist laut DIN 18008-2 nur Verbundsicherheitsglas zulässig, meist 8 bis 12 mm stark. Das schlägt sich in kräftigeren Sparren nieder, ist aber bei Zone 1 gut zu beherrschen.

Verfahrensfrei nach § 62 BauO NRW 2018 sind Terrassenüberdachungen bis 30 m² und 4,50 m Tiefe (Quelle: recht.nrw.de). Die Standsicherheit entfällt dadurch nicht, sie bleibt Pflicht des Bauherrn.

Schneelast und Windlast je Lage in Leverkusen

Hitdorf liegt direkt am Rhein, offen für Wind und Hochwasser. In Rheindorf und Wiesdorf schirmt dichte Bebauung ab. Auf den Höhen von Lützenkirchen und Bergisch Neukirchen dagegen bläst es stärker, und hier gehört auch Steigungsregen zum Alltag. Die Zone bleibt gleich, die Auslegung nicht.

Bei Doppelhäusern in Alkenrath hilft der Nachbarbaukörper als Windschatten. Auf freien Grundstücken in Steinbüchel, etwa im Neubaugebiet Meckhofen, fehlt er. Beim Aufmaß prüfen wir solche Lagen und legen die Verankerung entsprechend fest.

Fazit: Lasten für Ihr Terrassendach in Leverkusen richtig ansetzen

Die Zonen sind in der Stadt mild, aber nicht beliebig. Wer ein geprüftes System mit hinterlegter Statik wählt, ist abgesichert. Wir planen mit den Werten Ihrer Adresse und sagen Ihnen, welche Ausführung tragen muss.

Häufige Fragen zu Schneelast und Windlast

In welcher Schneelastzone liegt Leverkusen?

Leverkusen gehört zur Schneelastzone 1. Laut Zuordnungstabelle des Landes NRW (Anhang C) gilt im ganzen Stadtgebiet der Mindestwert von 0,65 kN/m². Das trifft auf die Rheinaue bei Hitdorf ebenso zu wie auf die Höhen bei Lützenkirchen. Für Nachbarorte wie Kürten oder Wermelskirchen gilt dagegen Zone 2.

Muss ein Terrassendach hier Stürmen standhalten?

Ja, die Windlast wird immer mitgerechnet. Leverkusen liegt in Windzone 1 mit einer Basisgeschwindigkeit von 22,5 m/s. Ausschlaggebend sind dann Pfostenfüße, Wandanschluss und die Größe der Dachfläche, denn ein Dach wirkt bei Böen wie ein Segel. Offene Lagen am Rhein verlangen oft kräftigere Verankerung als geschützte Gärten.

Reicht die Schneelast für Glasdächer aus?

Bei sachgerechter Planung ja. Das Glas wird nach Sparrenabstand und Zone bemessen, üblich sind 8 bis 12 mm Verbundsicherheitsglas nach DIN 18008-2. In Zone 1 mit 0,65 kN/m² bleibt die Reserve komfortabel. Entscheidend ist, dass Profile und Glasdicke gemeinsam gerechnet wurden und nicht einzeln aus dem Katalog stammen.

Gilt in Dormagen dieselbe Windzone wie hier?

Nein. Der Rhein-Kreis Neuss, zu dem Dormagen gehört, liegt in Windzone 2 mit 25,0 m/s Basisgeschwindigkeit, der Staudruck steigt dort auf 0,39 kN/m². Verankerung und Seitenwände müssen deshalb kräftiger ausfallen als rechtsrheinisch. Die Schneelastzone bleibt dagegen bei 1. Wir nennen pro Standort die passende Zone.

Muss ich die Schneelast selbst nachrechnen?

Nein. Die Statik gehört zur Planung eines geprüften Systems, das Hersteller nach Zone und Spannweite freigeben. Sie sollten nur wissen, welche Werte hinterlegt sind. Bei Eigenbauten oder Dächern aus dem Ausland fehlt der Nachweis oft; dann ist ein Statiker nötig, bevor Sie Fundamente setzen.

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